Geschäftsbericht
2020 - 2021

Prüfung von Atemschutzmasken →→→ Mit den Fallzahlen der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach sicheren Atemschutzmasken steil an. DEKRA hat als Experte für die Prüfung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sehr schnell reagiert und betreibt das größte Prüflabor in Europa.

Product Testing

Atemschutzmasken

COVID-19

Von den schwarzen Kopfattrappen im Essener Speziallabor von DEKRA heben sich die weißen Masken deutlich ab. Und wer genau hinhört, vernimmt ein Geräusch, das an menschliches Atmen erinnert. Das Geräusch bildet ab, wie die Widerstände beim Ein- und Ausatmen mit Maske sind. Sie dürfen definierte Grenzwerte nicht überschreiten, damit auch körperliche Arbeit mit Maske möglich ist. Ein weiterer wichtiger Punkt innerhalb der Maskenprüfung ist die Ermittlung der Durchlässigkeit für Aerosole. Dazu nutzen die DEKRA Experten sowohl das Prüfmedium Natriumchlorid als auch Paraffinöl. Bei einer FFP2-Maske liegt der Grenzwert bei unter sechs Prozent. Und eine FFP3-Maske darf weniger als ein Prozent Aerosole durchlassen.

MASKENPRÜFUNG
 

Wie auch bis März 2020 sind seit Oktober 2020 wieder nur noch FFP2- und FFP3-Masken verkehrsfähig, die das EU-Konformitätsbewertungsverfahren gemäß PSA-VO (EU 2016/425) durchlaufen haben und damit die Anforderungen der EU-Norm EN 149:2001+A1:2009 erfüllen. Sie erhalten das CE-Zeichen mit einer vierstelligen Nummer des Prüfinstituts – bei DEKRA lautet sie 0158. „Vor der Pandemie haben wir drei bis vier Maskenfabrikate pro Jahr nach EN 149 getestet“, berichtet Jörg-Timm Kilisch, Geschäftsführer DEKRA Testing & Certification, „jetzt sind es bis zu 30 im Monat.“

Im Klimaschrank bei DEKRA in Essen herrscht eine Temperatur von bis zu 70 Grad. Nach mehr als 2 Tagen entnehmen die Experten die Masken, um eine Aussage zur Haltbarkeit machen zu können. Ebenso realitätsnah ist der Test auf dem Laufband: Dort wird geprüft, ob die Maske auch bei Bewegungsabläufen wie Gehen, Kopfnicken oder Sprechen korrekt anliegt. Dann testen sie, wie dicht die Masken am Gesicht anliegen und ob sie auch für Brillen- und Bartträger geeignet sind. Beschlägt die Brille bei der Anlegeprüfung, ist die Maske durchgefallen.

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Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit der deutschen Bundesregierung und den Landesregierungen, etwa bei Fragen zur Sicherheit von Masken sowie zum Aufbau einer Maskenproduktion in Deutschland.

Unterstützung der Regierungen

„Unsere Expertise in der Maskenprüfung ist nicht nur rund um das Prüfen und Zertifizieren von einzelnen Modellen gefragt“, berichtet Jörg-Timm Kilisch „wir stehen zudem im regelmäßigen Austausch mit der Bundesregierung und den Landesregierungen.“ Dabei geht es um Fragen rund um die Sicherheit von Masken, aber auch um den Aufbau einer Maskenproduktion in Deutschland. Denn Ziel der Bundesregierung ist es, die Herstellung in Deutschland weiter auszubauen und sich so unabhängig von Lieferungen aus dem Ausland zu machen.

Schutzklassen der FFP-Masken

FFP-Masken sind in den Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3 erhältlich und europaweit normiert (EN 149). FFP steht für „Filtering Face Piece“. Während FFP1-Masken vor ungiftigem Staub schützen, eignen sich FFP2-Masken zum Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen sowie übertragbaren Infektionserregern wie SARS-CoV-2. Den größten Schutz bieten FFP3-Masken, die bis zu 99 % der Schadstoffe und Aerosole filtern.

AUSTAUSCH

»Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit der deutschen Bundesregierung und den Landesregierungen, etwa bei Fragen zur Sicherheit von Masken sowie zum Aufbau einer Maskenproduktion in Deutschland.«
Jörg-Timm Kilisch
[Geschäftsführer DEKRA Testing und Certification GmbH]

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